Auenstein
Segelflugzeug-Absturz auf Gisliflue: Es war eine Kollision

Die Unfalluntersuchungsstelle SUST hat am Freitagabend einen Vorbericht zum Segelflugzeug-Absturz von Auenstein publiziert. Dabei gehen die Ermittler klar von einer Kollision aus. «Ein gravierender Unfall. Die zwei Piloten hatten grosses Glück.»

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Segelflugzeug bei Auenstein abgestürzt
10 Bilder
Über Auenstein: Ein Bild der schwierigen Suche nach dem abgestürzten Segelflugzeug
Der Heli kreist über dem Wald
Polizisten marschieren durch den Wald
Der aufgebotene Polizeiheli der Kantonspolizei Zürich suchte nach dem Wrack mit einer gestochen scharfen Kamera
Abgesperrtes Gebiet bei der Gisliflue
Der Unfallpilot wird verarztet
Die Polizei im Einsatz. Sie suchen das abgestürzte Segelflugzeug
Die Rega ist bei der Gisliflue gelandet

Segelflugzeug bei Auenstein abgestürzt

Kapo AG

«Wir gehen klar von einer Kollision aus.» Das sagt Michael Flückiger von der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST), Bereich Aviatik, gegenüber der Aargauer Zeitung, nachdem am Donnerstagmittag ein Segelflugzeug über der Gisliflue abstürzte.

Im Vorbericht (siehe Anhang zum Download), der eine kurze und provisorische Orientierung über den Hergang des Flugunfalls enthält, schreibt die SUST zusammenfassend: «Im Raum Auenstein kollidierte das Motorflugzeug HB-DFP mit dem Segelflugzeug HB-3373 auf einer Höhe von ca. 1200 Meter über Meer derart, dass das Segelflugzeug unkontrollierbar wurde. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten. Das Motorflugzeug konnte zum Startort zurückkehren und landete normal.»

Zur Verfügung gestellt

Michael Flückiger präzisiert: «Fakt ist: Das zweite Flugzeug war sehr schwer beschädigt, konnte aber gerade noch fliegen. Es ist ein gravierender Unfall. Der zweite Pilot hatte sehr grosses Glück, dass er unverletzt blieb und das Flugzeug gerade noch landen konnte.»

Am Donnerstagmittag gegen 12.20 Uhr meldeten sich einige Zeugen bei der Kantonspolizei Aargau, wonach sie ein Segelflieger abstürzen sahen.

Die Kantonspolizei Aargau rückte umgehend aus und entdeckte wenig später in unwegsamem Gelände den Piloten. Der 60-jährige Schweizer aus der Region konnte sich gerade noch rechtzeitig mit einem Fallschirm retten.

Nach einer zweistündigen Suche fanden die Ermittler schliesslich das Wrack in äusserst unwegsamem Gelände eines Waldstückes. (sha/edi)