Aarau
Schon wieder besuchen Chinesen die Stadt Aarau

Eine 12-köpfige Delegation aus der chinesischen Millionenstadt Jinan besucht Aarau. Die Chinesen interessieren sich dabei für die Betreuung alter Menschen . Es ist bereits der sechste Besuch aus Asien in diesem Jahr.

Fabio Baranzini
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Stadtammann Marcel Guignard empfing gestern kurz vor zehn Uhr eine 12-köpfige Delegation aus der chinesischen Millionenstadt Jinan. Die Gäste waren hier, um mehr über das Schweizer Sozialversicherungssystem und die Altenpflege zu erfahren.

Bereits im letzten April war eine Delegation aus derselben chinesischen Provinz zu Besuch beim Kanton Aargau. «Das Ganze wurde nun eine Stufe heruntergebrochen und jetzt treffen sich die Vertreter der jeweiligen Hauptstädte Aarau und Jinan», sagt Marcel Guignard.

Seit Jahresbeginn hat Aarau sechs Delegationen aus Asien empfangen. Doch die Häufung ist zufällig: Chinesische Beamte kamen im Februar im Rahmen eines Lehrgangs an der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Olten nach Aarau und wollten mehr über den Bevölkerungsschutz erfahren. Im Januar und im März kamen auf Einladung von Alt Ständerat Thomas Pfisterer hohe Beamte aus der Mongolei wegen einem Naturschutzprojekt und dem Demokratieverständnis nach Aarau. Und im Mai wünschten Aserbaidschanische Beamte aus eigenem Interesse Aaraus Städtebau kennen zu lernen.

Dicht gedrängtes Programm

Nach der Begrüssung und der kurzen Vorstellung der Städte begab sich die Delegation vom Rathaus zum Altersheim Golatti. Dort hielten sowohl Stadtrat Michael Ganz als auch Johannes Enkelmann, Leiter der Sozialhilfe Aarau, einen kurzen Vortrag. «Wir zeigen ihnen, wie wir mit den alten Menschen umgehen und wie wir das Ganze finanzieren», erklärte Guignard.

Nach einem Mittagessen im Restaurant Mürset und dem Rundgang durch das «Golatti», verliessen die Chinesen Aarau nach knapp vier Stunden bereits wieder in Richtung Bern. Der chinesische Bürgermeister betonte jedoch, dass «Aarau die wichtigste Station auf ihrer Reise durch die Schweiz gewesen sei.»

Doch was hat die Kantonshauptstadt von diesem Kurzbesuch aus China? «Es ist klar, dass dieser Besuch keinen sofortigen Effekt haben wird», gibt Guignard unumwunden zu. «Doch wirtschaftliche Beziehungen gründen oftmals auf persönlichen Kontakten», erklärt er weiter und hofft, dass Aarau in Zukunft von diesem Treffen profitieren wird.

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