Buchs
Männerchor will nicht alleine singen

Der Männerchor Buchs sucht für ein einmaliges Projekt Verstärkung – weibliche Verstärkung. Weil es schon lange keinen Frauenchor mehr gibt, soll nun ein solcher entstehen, allerdings nur vorübergehend.

Nadja Rohner
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Der Männerchor Buchs. Das Bild stammt aus dem Jahr 2007.

Der Männerchor Buchs. Das Bild stammt aus dem Jahr 2007.

AAR

Dieses Jahr feiert der Männerchor Buchs – der älteste Verein im Dorf – sein 175-jähriges Bestehen. Geplant sind nicht nur das traditionelle Herbstkonzert (Gastverein: Buchs SG), sondern auch ein Kirchenkonzert am Sonntag, 27. Mai. Und für dieses Konzert hätten die Männer gerne Frauenstimmen mit dabei. Bloss: In Buchs gibt es schon seit vielen Jahren keinen Frauenchor mehr. Deshalb setzen die Sänger nun auf einen Adhoc-Frauenchor, der nur für dieses eine Projekt zusammenkommt. Das hat den Vorteil, dass sich die Sängerinnen nicht an einen Verein binden müssen, was heutzutage viele nicht mehr möchten. «Man muss einfach die Proben besuchen, singen und das Konzert mitbestreiten», sagt Daniel Willi, Dirigent des Männerchors.

Melden darf sich jede Frau – mit Vorteil aus der Region Aarau, die Freude am Singen hat. Vorkenntnisse wären zwar wünschenswert, jedoch nicht Bedingung, solange man fleissig die Proben besucht. Bisher haben sich 21 Sängerinnen gemeldet, Ziel seien aber 30, so der Dirigent weiter. Das kann man durchaus als gemeinsames Paar-Erlebnis angehen – Daniel Willi: «Wir nehmen auch Männer, welche dann einfach den Männerchor für dieses Projekt verstärken.»

Die Frauen proben von März bis Mai jeweils am Freitagabend, im Mai zusätzlich zweimal am Samstagvormittag. Geplant ist gemäss den Veranstaltern ein Nummernprogramm mit je vier Werken von Wolfgang Amadé Mozart (unter anderem das festliche «Te Deum laudamus» und das «Ave verum corpus») und Dietrich Buxtehude (Choralkantaten). Mozarts katholische Kirchenmusik wird in Latein, diejenige des evangelischen Kantors Buxtehude auf Deutsch gesungen. Unterstützt wird die Chorgemeinschaft durch das Aarauer Orchester «Camerata AKSAdemica» (mit Stefan Läderach, Konzertmeister) und vier Gesangssolisten – darunter die beiden Buchser Simone Fischer (Sopran), und Peter Brechbühler, Bass.

Wer bei diesem Projekt mitmachen möchte, kann sich bis 16. Februar melden bei Toni Niedermann (Präsident, 062 824 34 07) oder Daniel Willi (Dirigent, 062 832 42 07).