Aarau/Suhr
Keba: Es gibt weitere Verzögerungen – erstinstanzlicher Entscheid im Frühling erwartet

Bei den Streitigkeiten rund um die Kunsteisbahn Region Aarau (Keba) gibt es weitere Verzögerungen: Die definitive Betriebsbewilligung für die Anlage kann nicht wie ursprünglich angekündigt bis Ende 2018 erteilt werden. "Es dürfte Frühling werden, bis wir einen erstinstanzlichen Entscheid haben", sagt Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Und dieser kann dann bis ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Nadja Rohner
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Es sind insgesamt 65 Einsprachen eingegangen, davon betreffen 18 die Lüftungsanlagen der Kunsteisbahn.

Es sind insgesamt 65 Einsprachen eingegangen, davon betreffen 18 die Lüftungsanlagen der Kunsteisbahn.

Sandra Ardizzone

Im Frühsommer lagen die Baugesuche für die definitiven Betriebszeiten der Keba, der Fussballplätze Brügglifeld und der Keba-Lüftung auf. Es sind insgesamt 65 Einsprachen eingegangen, davon betreffen 18 die Lüftungsanlagen der Kunsteisbahn.

Der Grund für die Verzögerung ist das Lärmgutachten, das erstellt werden muss. Es umfasst nicht nur die Eishalle samt Aussenanlagen und Lüftung, sondern auch die gesamte Fussballanlage Brügglifeld, die direkt danebenliegt. Auf Grundlage dieses Gutachtens soll entschieden werden, zu welchen Zeiten die Sportanlagen künftig betrieben werden können und ob das Vorsorgeprinzip eingehalten wird.

Zwar gibt es bereits ein Lärmgutachten. Doch einige Einsprecher halten es für unvollständig, gar ein "Gefälligkeitsgutachten". So seien etwa nicht alle Lärmquellen erfasst worden, oder nicht zu den richtigen Zeiten oder nur in zu geringen Zeiträumen. Die Einsprecher fordern deshalb eine Korrektur des Gutachtens, damit sie es als objektive Grundlage akzeptieren können.

Der Gemeinderat Suhr kommt dem nun nach und fordert als Baubewilligungsbehörde ein Ergänzungsgutachten von der Stadt Aarau (Keba) und der Platzgenossenschaft Brügglifeld. Konkret müssen an weiteren Punkten Messungen durchgeführt werden. Einzelne Einsprecher äussern sich gegenüber der AZ dahingehend, dass dies ein Beweis dafür sei, dass mit dem ersten Gutachten tatsächlich etwas nicht stimme.

Die renovierte Halle der Kunsteisbahn Aarau. Hier spielen Buben Eishockey und Mädchen trainieren Eiskunstlauf.
20 Bilder
Kinder auf dem gedeckten Aussenfeld.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Die Fussballplätze vor dem Keba-Komplex im Aarauer Brügglifeld.
Impressionen von den Fussballplätzen, die zum Keba-Komplex gehören.
Impressionen von den Fussballplätzen, die zum Keba-Komplex gehören.
Impressionen von den Fussballplätzen, die zum Keba-Komplex gehören.
Impressionen von den Fussballplätzen, die zum Keba-Komplex gehören.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau.
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).
Impressionen aus der Kunsteisbahn (Keba) Aarau (Aussen-Eislaufeld).

Die renovierte Halle der Kunsteisbahn Aarau. Hier spielen Buben Eishockey und Mädchen trainieren Eiskunstlauf.

Mario Heller

Anders sieht es der Vertreter der Bauherrin: «Der Gemeinderat Suhr will wohl sicher gehen, dass keine Angriffsflächen bestehen», so der Aarauer Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Die Verzögerung hat keine gravierenden Auswirkungen – derzeit gilt eine Übergangsbewilligung für drei Jahre, deren Frist stillsteht, wenn sich die definitive Bewilligung aufgrund von Rechtsstreitigkeiten verzögert. Allerdings weist diese provisorische Bewilligung ein paar Einschränkungen für den Sportbetrieb auf. Die Anlage könne nicht optimal genutzt werden, so Hilfiker. «Die Konsequenz wird sein, dass für die Gemeinden höhere Kosten entstehen.»

Das ganze Interview mit Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker lesen Sie hier.