Gränichen
Gränichen hat genug von Littering und Vandalismus: Jetzt gibt es eine Arbeitsgruppe

Schluss mit Zuschauen bei Littering und Vandalismus: Jetzt hat Gränichen eine Arbeitsgruppe aufgestellt, die gegen Littering und Vandalismus in der Gemeinde ankämpfen soll.

Heidi Hess
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Allgemeines Ärgernis: Zu oft bleibt der Abfall nach Feiern auf Pausenplätzen oder im Wald liegen. AZ/ARCHIV

Allgemeines Ärgernis: Zu oft bleibt der Abfall nach Feiern auf Pausenplätzen oder im Wald liegen. AZ/ARCHIV

Gränichen hat genug. Genug von den weggeworfenen Zigarettenstummeln, von den zerbrochenen Glasflaschen, von Schmierereien an Schulhauswänden und auf Sitzbänken. Genug hat Gränichen auch von zerstörten Picknickplätzen, kaputten Rolläden oder einem Einbruch.

Es komme immer öfter vor, dass durch Vandalenakte öffentliche und private Anlagen und Einrichtungen verschmutzt oder beschädigt würden, schreibt der Gränicher Gemeinderat. Und Gemeindeschreiber Hanspeter Suter erklärt: «Das will die Gemeinde nicht mehr tolerieren.»

Im Wald und auf dem Pausenplatz

Besonders schlimm ist Littering und Vandalismus an Wochenenden, sobald es wärmer wird. Picknickplätze an Waldrändern oder an der Wyna werden dann jeweils zugemüllt.

Etwa bei der Gränicher Waldhütte, dort stehen zwar grosse Fässer für den Abfall bereit. Trotzdem gelange längst nicht der ganze Müll in diese Fässer, sagt Rolf Arber.

Überall lägen Glasscherben oder sonstiger Abfall herum. «Nichts gegen das Feiern, aber die Leute sollten aufräumen. Dann wäre das alles gar kein Problem», so Arber. Oft würde allerdings auch noch Infrastruktur zerstört und verschmiert.

Ähnlich sieht es beim Vorstadtschulhaus aus. Auf dem Pausenplatz liegen Scherben von Alcopops und Zigarettenstummel, Rolläden wurden kaputt gemacht. Es wird an Wände uriniert, im Schulhaus ist schon eingebrochen worden: Geklaut wurde das Geld aus dem Kaffeekässeli im Lehrerzimmer. Selbst Private beschwerten sich wegen Vandalismus.

Eine Arbeitsgruppe gebildet

An seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, aktiv gegen Littering und Vandalismus vorzugehen. Er hat eine Arbeitsgruppe «Vandalismus und Sicherheit» gebildet.

Ihr gehören unter anderem Gemeindeammann Rolf Arber höchstpersönlich, sowie Vertreter der Schule, der Regionalpolizei, des Sozialamts, des Bauamts und ein Sicherheitsbeauftragter an. Die Arbeitsgruppe soll Vorschläge und Massnahmen ausarbeiten «zur Eindämmung dieses Übels», sagt Gemeindeammann Arber.

Für ihn stehe fest, dass man etwas machen müsse. Auch wenn er sich nicht zu viel davon verspreche, ist er doch überzeugt: «Es wird eine Verbesserung geben.»

Wie man in Gränichen gegen Vandalismus vorgehen will, weiss er noch nicht. Denkbar sei eine Videoüberwachung. Damit würde man allerdings zum Äussersten greifen, sagt Arber.

Er selbst würde andere Lösungen bevorzugen. «Das Ziel ist eine nachhaltige Lösung.» Die Arbeitsgruppe trifft sich in den nächsten Wochen zum ersten Mal.

Nur Kameras helfen

In Gränichen weiss man sehr wohl, dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt, das auch andere Gemeinden kennen. «Gränichen ist da nicht alleine», sagt Gemeindeschreiber Suter.

Als in Hunzenschwil Kühe an verschluckten Aludosen starben, habe man Gebotstafeln aufgestellt sagt beispielsweise der Hunzenschwiler Gemeinderat Robert Hochstrasser.

Wirklich nützen würde aber nur eine Videokamera. «Wir haben beim Schulhaus Überwachungskameras installiert», sagt Hochstrasser und fügt an, so mache es auch die Nachbargemeinde Rupperswil.