Gemeindeparlament
Einwohnerrat entscheidet einstimmig: Buchser Jugendfest soll 2022 stattfinden

Der Gemeinderat wollte das Jugendfest erst 2023 wieder durchführen. Doch der Einwohnerrat ist in Festlaune und stellt 100'000 Franken zusätzlich ins Budget ein.

Nadja Rohner
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Das letzte Jugendfest fand 2018 statt.

Das letzte Jugendfest fand 2018 statt.

Nadja Rohner / AAR

«Die vergangenen zwei Jahre waren schwierig für Personen aller Altersklassen, es musste auf so vieles verzichtet werden, alles wurde abgesagt oder verschoben. Das Jugendfest wäre eine gute Gelegenheit, die Last der letzten zwei Jahre einen Moment lang zu vergessen.» – Mit diesen eindringlichen Worten in einem Brief haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler an die Einwohnerratsmitglieder gewandt und sie gebeten, das Jugendfest 2022 doch wieder ins Budget aufzunehmen. Erfolgreich: Einstimmig entschieden die Parlamentsmitglieder, zusätzliche 100 000 Franken zu bewilligen. Der Gemeinderat hatte das Fest aus finanziellen, pandemischen und personellen Gründen erneut verschieben wollen – auf 2023. Das letzte hatte 2018 stattgefunden; normalerweise wäre es alle zwei Jahre. «Es dürstet nach Normalität», konstatierte Einwohnerratspräsident Markus Notter (FDP). «Es sind nun aber alle eingeladen, mitzuarbeiten.»

Das Budget (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe) sieht ein Minus von nun 1,145 Mio. Franken vor (Jugendfest eingerechnet). Der Steuerfuss bleibt trotz der angespannten Finanzlage bei 108 Prozent und soll nach Ende der Investitionen und Abbau der Verschuldung «schrittweise auf eine tolerierbare Grösse reduziert werden», so Beat Spiess (FDP) namens der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission. Aus dem Finanzausgleich erhält Buchs neu 1,607 Mio. Franken; 85 000 Franken mehr als im Vorjahr. «Das ist natürlich keine Leistung, sondern eine Aussage über unsere finanzielle Situation», mahnte Spiess.

Zur Kenntnis genommen hat der Einwohnerrat eine Motion von Reto Bianchi (GLP). Diese forderte, dass Mitglieder der Buchser Vereine für die Dauer von Proben und Trainings Gratis-Parkbewilligungen (auf ihre Auto-Kontrollschilder ausgestellt) erhalten. Und zwar für die Zentrumsparkplätze Gemeindehaus, Gemeindesaal und Oberdorf, wo es Parkuhren hat. Der Gemeinderat hat jedoch entschieden, ab 1. Dezember Gratisparking von 18 bis 24 Uhr gleich für alle Nutzenden zu verfügen. Auf diese Weise entsteht kein unnötiger Bewirtschaftungs-Aufwand.

Auch zeichnet sich ab, dass die Gemeinde den Vertrag mit der Caritas für die Betreuung der Flüchtlinge im Dorf kündigen und diese künftig selber übernehmen wird. Dies geht auf ein Postulat von Samuel Hasler (SVP) zurück. «Die Sozialen Dienste wünschen schlankere Prozesse und bessere Kontrollmöglichkeiten im Bereich Flüchtlinge», schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft. «Deswegen unterstützen sie die Überprüfung der Leistungsvereinbarung und Delegation des Betreuungsauftrags an die Caritas.» Eine interne Arbeitsgruppe wird nun die nötigen personellen und räumlichen Ressourcen eruieren. (nro)

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