Densbüren

Für die letzte Ruhe in den Irak: «Sie sagten mir, dass sie mir keine Papiere ausstellen können»

Sie sollen im Irak die letzte Ruhe finden

Sie sollen im Irak die letzte Ruhe finden

Bakr A. bleibt keine Zeit zu trauern. Er muss die Rückführung seiner beiden toten Brüder organisieren. Doch hierbei stösst er nur auf Probleme. Seine Brüder sind bei einer Frontalkollision auf der Staffelegg tödlich verunfallt.

Bakr A. bleibt keine Zeit zu trauern. Der Bruder der auf der Staffelegg tödlich verunfallten Iraker muss die Rückführung seiner beiden toten Brüder organisieren. Doch hierbei stösst er nur auf Probleme.

Für den Bruder und Freund der Mittwochnacht auf der Staffelegg bei einem Frontal-Crash tödlich verunfallten Iraker gibt es nur eines: Die drei jungen Männer sollen ihre letzte Ruhe in der Heimat finden, wo auch die Eltern von ihnen Abschied nehmen können.

Doch es gibt ein Problem: Der jesidische Iraker hat keinen Pass und ist mit der Behörden-Bürokratie überfordert. «Meine Brüder sind gestorben und ich bat um Hilfe», sagt Bakr. A verzweifelt, «aber sie sagten, dass sie mir keine Papiere ausstellen können.» Seit zwei Jahren bitte er vergeblich die irakische Botschaft um einen Pass.

"Ich wünschte, ich wäre auch tot"

"Ich wünschte, ich wäre auch tot"

Sie waren auf dem Weg zu ihrem Bruder, um seine Verlobung zu feiern – und kamen nie dort an. Für die Angehörigen eine unfassbare Tragödie.

Normalerweise darf ein anerkannter Flüchtling nicht in sein Herkunftsland reisen. Doch es gibt Ausnahmen. Das weiss auch Salahaddin Al Beati von der Beratungsstelle Schweiz Nahost. Er berät und unterstützt Menschen in solch schwierigen Situation.

«Er muss einen Antrag an das Migrationsamt des Kantons Aargau stellen», erklärt Al Beati. Dieses würde das ans Staatssekretariat für Migration weiterleiten, welches eine Bewilligung für eine Ausreise in den Irak ausstellen könne. Diese dürfte Bakr A. schon in wenigen Tagen erhalten, sodass er die schwere letzte Reise mit seinen Brüdern antreten kann.

«Ein tragischer Unfall», sagte Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, noch auf der Unfallstelle gegenüber Tele M1.

«Ein tragischer Unfall», sagte Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, noch auf der Unfallstelle gegenüber Tele M1.

Meistgesehen

Artboard 1