850-jähriges Bestehen

Fast 20 Anlässe geplant: Das Jubiläumsfest beider Erlinsbach soll 250'000 Franken kosten

In den beiden Erlinsbach soll im 2023 gefeiert werden. (Symbolbild)

In den beiden Erlinsbach soll im 2023 gefeiert werden. (Symbolbild)

Nebst dem Jubiläumsfest zum 850-jährigen Bestehen haben Erlinsbach AG und SO mehrere gemeinsame Projekte am Laufen. An der Gemeindeversammlung der Aargauer Gemeinde wird nun über die Finanzierung entschieden.

So wie 2020 ein Jahr zum Vergessen ist, soll 2023 im Erzbachtal ein Jahr zum Festen werden: Die beiden Erlinsbach feiern dann gemeinsam ihr 850-jähriges Bestehen. Und zwar mit etwa 15 bis 18 Anlässen, übers ganze Jahr verteilt, an welchen sich auch das Gewerbe und die Vereine präsentieren können. Dafür braucht es Geld: 250'000 Franken.

Damit wollen die Gemeinderäte die Anlässe unterstützen, ein Werbekonzept erarbeiten sowie alte Dokumente und Fotos digitalisieren. «Das Jubiläum soll zum Anlass genommen werden, die Geschichte der Talschaft aufzuarbeiten», schreibt der Gemeinderat im Bericht zur heutigen Gemeindeversammlung, an der Erlinsbach AG über seinen Anteil (137'500 Franken) abstimmt.

Defizite in der Infrastruktur

Traktandiert ist ein weiteres Projekt, das zusammen mit Erlinsbach SO finanziert wird: der Ausbau und die Erweiterung des gemeinsamen Alterszentrums Mühlefeld. Die Projektierung kostet 410'000 Franken; Erlinsbach AG zahlt 148'500 Franken. Das 1991 eröffnete Heim weist Defizite in der Infrastruktur auf, die sich auf den Betrieb auswirken. Zum Beispiel erfüllen die Zimmer die heutigen Ansprüche der Klienten an Grösse, Ausstattung und Komfort nicht mehr. «Für einen effizienten, zeitgemässen und wirtschaftlichen Betrieb sind diese Schwachstellen zwingend zu beheben», schreibt der Gemeinderat zum Kreditantrag.

Die Gemeindeversammlung, die mit Corona-Schutzkonzept stattfindet, wird auch über einen Verpflichtungskredit (175'550 Franken) entscheiden, der für die Erneuerung der Wasserleitung am Nelkenweg vorgesehen ist. Weitere 1,268 Mio. Franken kosten diverse Leitungs- und Strassenbauarbeiten im Gebiet Brühl/Gartenweg.

Wichtiger Entscheid zu Barmelweid-Terrasse

Eine Änderung des Teilzonen- und des Kulturlandplans steht ebenfalls auf der Traktandenliste. Dabei geht es um die Klinik Barmelweid: Hier soll die Bauzone um 913 Quadratmeter erweitert werden, damit die neue Terrasse südlich des ebenfalls neuen Bettenhauses gut Platz hat. Im Gegenzug wird an zwei anderen Stellen auf dem Klinik­real ausgezont, sodass die Gesamtfläche der Bauzone (konkret: Klinik- und Heimzone) gleich bleibt. Gegen das Vorhaben gingen im Rahmen der Auflagefrist keine Einwendungen ein.

Das Budget 2021 von Erlinsbach AG rechnet mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 92 Prozent. Es geht bei einem stabilen Gesamtumsatz (16,5 Mio. Franken) von einem leichten Verlust (98'900 Franken) aus. Das ist insofern verkraftbar, als dass laut Gemeinderat der für dieses Jahr budgetierte Steuerertrag (10,792 Mio. Franken) übertroffen wird. Für 2021 rechnet der Gemeinderat mit einem Steuerertrag von 10,647 Mio. Franken. Die Steuereinnahmen von den juristischen Personen wird für 2021 tiefer eingestuft. Erlinsbach muss 99'000 Franken in den Finanzausgleichstopf einzahlen.

Wie üblich unspektakulär sind die meisten der Kreditabrechnungen, die die Gemeindeversammlung noch genehmigen muss. Bemerkenswert ist an der heutigen Gmeind allerdings jene für den Neubau der Räume für die Verwaltung – dieser kostete 5 Mio. Franken und damit eine halbe Million mehr als geplant. Dies, weil es «Differenzen und Unstimmigkeiten» mit dem Generalunternehmer gegeben hatte, die erst nach einem jahrelangen Rechtsverfahren mit einem Vergleich beigelegt werden konnten, schreibt der Gemeinderat.

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