AMA Aarau
«Der direkte Kundenkontakt ist immer wieder sehr wertvoll»

Die Aargauer Messe gehört für Marc Dössegger zum fixen Terminkalender. Am Stand des Dössegger-Nähcenterspräsentiert er die aktuellsten Bernina-Nähmaschinen.

Toni Widmer
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Marc Dössegger vor einer stickenden Bernina-Nähmaschine.

Marc Dössegger vor einer stickenden Bernina-Nähmaschine.

Toni Widmer

Seit Marc Dössegger im gleichnamigen Nähcenter seines Onkels arbeitet, ist die Aargauer Messe (AMA) für ihn Programm. «Es sind anstrengende Tage, aber ich möchte sie nicht missen. Früher waren wir an mehreren Ausstellungen präsent, heute besuchen wir nur noch die AMA und die Lega in Lenzburg, die aber nicht jedes Jahr stattfindet,» sagt er.

Die Zeiten, in denen den Verkäuferinnen und Verkäufer am Dössegger-Stand die Nähmaschinen fast aus den Händen gerissen wurden und oftmals sogar noch Nachschub besorgt werden musste, seien allerdings längst vorbei. «In den boomenden 80er-Jahren war unser Stand jeweils mit drei Verkäufern besetzt, die alle Hände voll zu tun hatten. Heute arbeiten wir zu zweit, in den Randzeiten an den ersten beiden Tagen reicht oft auch nur eine Person aus.» Auch wenn die Maschinen an der AMA nicht mehr gleich im Dutzend über den Ladentisch gehen, lohnt sich die Messe: «Oft kommen Kunden vorbei, die bereits eine Bernina von uns besitzen, und stellen Fragen zur Bedienung oder zur allgemeinen Funktion.» Bei solchen Problemen helfe er gerne weiter. Als Techniker, der bei Dössegger für die Reparaturen zuständig ist, kenne er alle Maschinen bis ins letzte Detail. Egal, ob ein modernes, computergesteuertes Modell oder die legendäre, 100-jährige Maschine mit Fusspedal. «Dieser direkte Kundenkontakt ist immer wieder sehr wertvoll. Wir können unseren Kunden zeigen, dass es uns noch gibt und, dass wir auch nach dem Kauf für sie da sind.»

Die Nachfrage nach Nähmaschinen sei heute nicht mehr so gross wie auch schon, sagt Dössegger. Aber genäht werde nach wie vor. Auch von jüngeren Frauen: «Die kaufen meist vorerst ein Einsteiger-Modell.» Allein Bernina setze schweizweit jährlich noch rund 10 000 Maschinen ab und verfüge so über einen Marktanteil von 12 bis 15 Prozent.

Am meisten gefragt sind aus dem breiten Sortiment zurzeit die Modelle der Mittelklasse bis zu einem Preis von etwa 2000 Franken: «Mit diesen Maschinen sowie einer Stickeinheit lassen sich flächendeckende Stickereien anfertigen», demonstriert Marc Dössegger am AMA-Stand.

Das günstigste dort gezeigte Modell kostet übrigens 995 Franken. «Netto», bekräftigt der Verkäufer, der bei anderen Modellen an der AMA aber mit sich reden lässt: «Ein kleiner Rabatt gehört an einer Messe dazu, das wird von den Kunden auch erwartet», schmunzelt Dössegger.

Den Standort Schachen findet er im Übrigen ideal: «Infrastruktur und Logistik sind hier besser als in der Keba und auch von den Kunden habe ich bisher nur Positives gehört.»