Badi Schachen
Bilanz vor der Schachen-Sanierung: «Der Juli ist ins Wasser gefallen»

Der Sonntag ist der letzte Badetag im Freibad Schachen: Es wird saniert und die Gäste müssen auf andere Badis ausweichen. Chefbadmeister René Hächler zieht eine durchzogene Bilanz. «Der Mai war sehr gut, der Juli ist aber ins Wasser gefallen.»

Heidi Hess
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René Hächler vor dem grossen Becken «seiner» Badi

René Hächler vor dem grossen Becken «seiner» Badi

Ein letztes Mal die Rutschbahn runterflitzen, im Kinderplanschbecken spritzen und durch das 50-m-Becken crawlen: Die Aarauer Schachenbadi schliesst ihre Pforten am 14. August vorzeitig. Schon nächste Woche fahren die Baumaschinen auf. «Als Erstes wird das Planschbecken ausgebaut», sagt Chefbadmeister René Hächler. Danach folgt der Umbau des Garderobenbereichs. Die frühzeitige Schliessung, normalerweise ist der Bettag der Stichtag, sei nötig, weil viele Sanierungsarbeiten vom Wetter abhängig seien – auch das Auskleiden des Schwimmbeckens mit Chromstahl in einer zweiten Phase. Dadurch leuchtet das Becken nicht mehr hellblau. «Aber Chromstahl ist widerstandsfähiger und hat eine viel längere Lebensdauer.»

«Das können wir nicht ändern»

Einige Badegäste bedauern das frühe Saisonende. «Aber», so Hächler, «wir können das nicht ändern.» Er freut sich auf das neue Bad. Obwohl man wegen des Umbaus auch nächsten Sommer mit einer verzögerten Öffnung rechnen müsse. Darüber aber werde zu gegebener Zeit informiert und nötigenfalls würden auch Ausweichmöglichkeiten mit den Nachbargemeinden verhandelt.

Familien jedenfalls könnten sich nächsten Sommer auf das neue Planschbecken freuen und «bei WC und Duschen ist die Sanierung einfach nötig», sagt Hächler. Auf die Badesaison zurückblickend, erwähnt der Chefbadmeister den «sehr guten Mai und einen durchschnittlichen Juni». «Der Juli aber», sagt Hächler, «ist ins Wasser gefallen.»

In die Schachenbadi kamen im Juli knapp 21000 Badegäste. 2010 waren es im gleichen Monat mit 41000 doppelt so viele Besucher, und 2009 immerhin auch 29000. Schon der Mai zu Saisonbeginn hatte in diesem Jahr mit 23500 Besuchern mehr Badegäste als der Sommermonat Juli.

Ausweichen auf andere Bäder

Sollte auf den frühen Saisonschluss im Schachen doch noch ein schöner Spätsommer folgen, so können Inhaber von Saisonabonnements das Schwimmbad Suhr-Buchs-Gränichen unentgeltlich benutzen. Ihre Saisonkarten sollten sie nach Abschluss der Badisaison in Suhr dem Werkhof Aarau schicken (Neumattstrasse 45, 5000 Aarau). Kästli- und Kabinenschlüssel sollten bis zum Sonntag, 14. August, an der Kasse abgegeben werden oder ebenfalls dem Werkhof geschickt werden.

Reinigung vor dem Winter

Chefbadmeister Hächler macht sich ab nächster Woche mit seinem Team an die Reinigungsarbeiten. Maschinenhaus und Filteranlagen werden geputzt. Selbst die Abfalleimer werden gereinigt, bevor sie bis zum nächsten Sommer ins Winterlager versorgt werden.