Aarau
Am Sonntag bekommt die Stadt einen Nuggibaum

Auf dem Spielplatz Scheibenschachen steht künftig ein Baum, an den Kinder ihren Nuggi hängen können.

Katja Schlegel
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Nuggibaum im Zoo Zürich.

Nuggibaum im Zoo Zürich.

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Irgendwann kommt der Samichlaus und macht die hohle Hand. Er will vom Dreijährigen kein Versli hören, er will den Nuggi. Der verschwindet im Jutesack – auf Nimmerwiedersehen. Ein Ablösungsritual, wie es in vielen Familien vorkommt, mal mit dem Samichlaus, mal mit dem Osterhasen, je nach Jahreszeit. Doch jetzt gibt es eine etwas weniger abrupte Alternative zur Entwöhnung: Auf dem Spielplatz im Scheibenschachen gibt es ab Sonntag einen Nuggibaum.

Der Nuggibaum ist der letzte Programmpunkt der Themenwochen «Gugus Aarau». «Der Baum ermöglicht allen Kindern ein Abschiedsritual von ihrem lieb gewonnenen Nuggi», sagt Mina Najdl, Koordinatorin Fachbereich Kind und Familie bei der Stadt Aarau und Projektverantwortliche der Themenwochen. Die Nuggibaum-Idee ist nicht neu: Ursprünglich stammt sie aus Dänemark, wo sie bereits seit rund hundert Jahren praktiziert wird. In der Schweiz stehen Nuggibäume unter anderem im Zoo Zürich, beim Museum für Kommunikation in Bern oder in Brienz.

Auch für neugierige Passanten

Bevor die Themenwochen «Gugus Aarau» am Sonntag zu Ende gehen, steht morgen Samstag ein letzter Höhepunkt an: die Info- und Erlebnismesse in der Auenhalle im Stadtteil Rohr. Zwischen 10 und 15 Uhr können Familien mit Kleinkindern das hiesige Begegnungs-, Beratungs-, Bildungs- und Betreuungsangebot kennen lernen. Für die Kinder gibt es Spiele, ein Konzert von Christian Schenker (11 Uhr) und Geschichten (13 Uhr).

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Themenwochen als Erfolg verbucht werden können. Die Veranstaltungen, die allesamt auf die Bedürfnisse der kleinsten Aarauer abgestimmt waren, waren gut besucht. «Auch die Reaktionen sind sehr positiv ausgefallen», sagt Najdl. Und das nicht nur von Elternseite, sondern auch von neugierigen Passanten, die in der Stadt auf eine der sieben Infostationen stiessen. Ob die Themenwochen in ähnlicher Form nächstes Jahr wiederholt werden, ist noch offen.

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