Hunzenschwil
Also doch: Problemknoten bei A1-Ausfahrt wird bereits wieder umgebaut

Am Wochenende kam es zum wiederholten Mal beim Knoten Hunzenschwil zu einem Unfall. Jetzt reagiert der Kanton: Die A1-Ausfahrt wird nun wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.

Nadja Rohner
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Heute haben die Linksabbieger von der A1 herkommend zwei Spuren (rechts im Bild). Weil es genau hier immer wieder zu Kollisionen kommt, wird eine der beiden Spuren wieder aufgehoben. Der "Kein Vortritt" für Fahrer aus Richtung Rupperswil (im Bild steht dort das graue Auto) entfällt.

Heute haben die Linksabbieger von der A1 herkommend zwei Spuren (rechts im Bild). Weil es genau hier immer wieder zu Kollisionen kommt, wird eine der beiden Spuren wieder aufgehoben. Der "Kein Vortritt" für Fahrer aus Richtung Rupperswil (im Bild steht dort das graue Auto) entfällt.

Henrik Furrer

Die verzwickte Verkehrssituation beim Knoten Hunzenschwil wird wieder geändert, weil es einfach zu viele Unfälle gegeben hatte. Das bestätigt der Kanton gegenüber der az.

«Zurück zum Anfang», heisst die Devise – zumindest was die A1-Abfahrt angeht.
Zur Erinnerung: Letztes Jahr wurden am Knoten im Wesentlichen zwei Dinge geändert. Erstens hat die Abfahrt vom Autobahnzubringer T5 eine zweite Abbiegespur nach rechts erhalten. Ziel war, die Rückstaus auf die T5 zu verringern. Das habe man erreicht, sagen die Verkehrsplaner vom Kanton, die Rückstaus hätten sich beträchtlich gemindert. Auch die anfängliche Verwirrung der Autofahrer, welche der Einbiegespuren nun zur Autobahn Richtung Bern und welche Richtung Zürich führ, hat sich gelegt, obschon es immer mal wieder zu hektischen Spurwechseln kommt.

Die zweite grosse Veränderung betrifft die Abfahrt «Aarau Ost» von der A1 aus Richtung Zürich. Laut Kantonsingenieur Rolf H. Meier kam es vor allem abends zu Spitzenzeiten zu derart massiven Rückstaus auf die A1, dass die Autos auf dem Pannenstreifen Schlange standen und manch eine Vollbremsung aus hohem Tempo notwendig war.. Dies wollte man mit einer zweiten Abbiegespur nach links Richtung Hunzenschwil verhindern. «Eine unkonventionelle Lösung, ein Fein-Tuning», sagt Rolf H. Meier dazu.

Stelle ist Unfallschwerpunkt

Die Verkehrsdichte auf diesem Knoten ist so gross, dass man sonst kaum noch etwas ändern kann. Eigentlich bräuchte es einen grossen Umbau des gesamten Knotens wie zum Beispiel in Schönbühl.» Punkto Rückstaus trat mit dem zweiten Linksabbieger zwar tatsächlich eine Verbesserung ein. Aber dort, wo die Abbiegespuren in die Seetalstrasse münden, knallt es.

Gefühlt fast täglich. Genaue Zahlen scheint niemand zu haben, nicht jeder Unfall wird gemeldet. «Es gab an dieser Stelle schon immer Unfälle, aber seit dem Umbau des Knotens sind es doppelt so viele», sagt Kantonsingenieur Meier. «Nun ist diese Stelle ein Unfallschwerpunkt.» Die Verkehrsplaner haben festgestellt, dass die Autofahrer beim Einbiegen in die Seetalstrasse Richtung Hunzenschwil zwar nach rechts, aber zu wenig gut nach links schauen.

«In Absprache mit dem Bundesamt für Strassen Astra haben wir beschlossen, bei der A1-Abfahrt aus Zürich die zweite Linksabbiegespur wieder aufzuheben», sagt Meier. Das heisst: Die Verkehrsführung wird wieder so sein, wie sie vor dem Umbau war. Ein Linksabbieger ab der Autobahn. Für die Fahrer auf der Seetalstrasse aus Richtung Hunzenschwil fällt ein «Kein Vortritt» weg.
Das neue Verkehrsregime wird schon in den nächsten Tagen mit provisorischen. Leitbakken umgesetzt; vor den Sommerferien soll es neue Markierungen geben.
Steigt damit nicht das Risiko, dass es wieder Rückstaus auf die A1 gibt? «Doch», sagt Rolf H. Meier, «wir müssen dies genau beobachten.»
Nicht verändert wird übrigens der Rechtsabbieger von der A1 aus Zürich Richtung Rupperswil, da gibt es laut Kantonsingenieur Rolf H. Meier keine auffällige Häufung von Unfällen. Auch die Abfahrt von der T5 wird so belassen, wie sie ist.