Oldtimer Rally
70 Autoliebhaber auf dem Weg ins Südtirol bei der «Deutschschweizer Rally»

Heute Morgen fiel der Startschuss zur siebten Ausgabe der Deutschschweizer Rally mit Start und Ziel in Biberstein. Während vier Tagen fahren die 70 Teilnehmer ins Südtirol, wo sie unter anderem eines der ältesten Bergwerke Europas besuchen.

Fabio Baranzini
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Alles bereit für den Start
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Interessiert werden die Fahrzeuge der anderen Teilnehmer betrachtet
Langsam begeben sich die Besitzer zu ihren Fahrzeugen
7. Deutschschweizer Rally
Die Fahrer werden auf das erste Teilstück geschickt
Die Fahrer werden auf das erste Teilstück geschickt
Die Fahrer werden auf das erste Teilstück geschickt
Los gehts über Auenstein Richtung Zürich

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Fabio Baranzini

Bereits am frühen Morgen war etwas los auf dem Parkplatz vor der «Aarfähre» in Biberstein. Fein säuberlich standen 38 Fahrzeuge in zwei Reihen - alle mit einer Plakette mit der Aufschrift «7. Deutschschweizer Rally» versehen. Etwas abseits der Autos steht Organisator Mark Gilgen aus Küttigen neben einem Abschleppauto. «Der Abschlepper ist immer dabei und abgesehen vom letzten Jahr haben wir ihn auch immer gebraucht», erklärt er schmunzelnd .

Bereits zum siebten Mal organisiert Mark Gilgen gemeinsam mit seiner Tochter Natascha und ihrem Freund die Deutschschweizer Rally (korrekt: Rallye). «Die Leidenschaft für Autos ist wie ein Fieber in unserer Familie. Auch mein Bruder und meine Tochter sind fasziniert davon», so Gilgen.

Grosser Planungsaufwand

Nachdem die Route im vergangenen Jahr durch die Westschweiz führte, geht die viertägige Rallye in diesem Jahr ins Südtirol und wieder zurück nach Biberstein. Unterwegs werden die Teilnehmer verschiedene Museen besuchen und in der Nähe von Bozen auch eines der ältesten Bergwerke Europas besichtigen. Gestern wartete zum Auftakt ein happiges Teilstück auf die Autofreaks. «Wir fahren bis nach Sölden. Das sind ungefähr 420 Kilometer», sagt Gilgen.
Damit sich die Teilnehmer nicht verfahren, haben Mark und Natascha Gilgen einen sehr detaillierten Streckenplan ausgearbeitet. Darin sind alle Ortschaften markiert und alle Abzweigungen, welche die Teilnehmer beachten müssen, sind angegeben. «Trotzdem gibt es immer wieder solche, die den Weg nicht auf Anhieb finden», erzählt Natascha Gilgen lachend.

Vater und Tochter scheuen auch sonst keinen Aufwand, um die Deutschschweizer Rally zu organisieren. «Sobald die Rallye fertig ist, beginnen wir mit der Planung der nächsten Ausgabe», so Mark Gilgen. Dies unter anderem deshalb, weil es nicht ganz einfach ist, Hotels für 70 Personen und über 30 Fahrzeuge zu buchen. Auch die Strecke wird von den Organisatoren im Voraus genau rekognosziert.

Viele Westschweizer

Betrachtet man die Nummernschilder der Fahrzeuge auf dem Parkplatz der «Aarfähre», fällt auf, dass der Grossteil ein Westschweizer Kennzeichen aufweist. «Etwa 90 Prozent aller Teilnehmer kommen aus der Romandie», erklärt Mark Gilgen, der selbst dort aufgewachsen ist und daher guten Kontakt zu den Westschweizer Autoliebhabern pflegt. Zudem ist die Deutschschweizer Rally der Nachfolger von «Chameau Tours», einer Rallye, an der Mark Gilgen früher teilgenommen hatte. Als diese Veranstaltung aber auf einen Tag beschränkt wurde, entschloss sich Gilgen, die Tradition der mehrtägigen Rallye selbst weiter zu führen.

Kurz nach acht Uhr kehren die 70 Teilnehmer gestärkt von einem Seemannsfrühstück in der «Aarfähre» zu ihren Fahrzeugen zurück. Die letzten Vorbereitungen an den Fahrzeugen werden getätigt und die Lenker der Cabriolets ziehen Jacken und Mützen über. Dann rollt ein Fahrzeug nach dem andern zum Startzelt. Mit einer Schweizerfahne erfolgt für jedes einzelne Auto das Startsignal zur ersten Etappe der diesjährigen Deutschschweizer Rally.