Über die Höhe der Mieten für die Schulhäuser im Bucheggberg ist man sich nicht ganz einig. Die Schulstandortgemeinden Messen, Schnottwil und Lüterkofen hätten für ihre durch den Schulverband Bucheggberg A3 genutzten Schulbauten gerne mehr Mieteinnahmen als bisher. Eine vom Schulverband eingesetzte Arbeitsgruppe bewertete denn auch im letzten Jahr alle Schulbauten nach einheitlichen Kriterien und errechnete, dass die Mieten künftig um rund 300000 Franken höher ausfallen sollten als bisher.

Dieser Vorschlag wurde aber Ende Januar an der Plenumsversammlung der Vereinigung der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB) von einer Mehrheit nicht goutiert. Die Arbeitsgruppe erhielt den Auftrag, noch einmal über die Bücher zu gehen. Gleichzeitig sollte auch geprüft werden, wie teuer eine Übernahme der Schulgebäude durch den Schulverband zu stehen käme.

Hoher ideeller Wert

Der Gemeinderat von Messen hat sich an seiner Sitzung vom Donnerstag nun Gedanken gemacht, wie allfällige Kaufangebote überhaupt auszusehen hätten. Um es gleich vorneweg zu nehmen: Zwar sprach es kein Ratsmitglied aus, doch der Geist des Widerwillens allfälligen Schulhausverkäufen gegenüber schwebte spürbar im Sitzungszimmer. Für Vizegemeindepräsident Bernhard Jöhr stand es ausser Frage, dass die neue noch zu bauende Turnhalle, der Kindergarten Stähliweg und das Schulhaus Räzlirain auf keinen Fall verkauft werden dürften.

Turnhalle und Kindergarten würden von der Gemeinde stark genutzt, und das Schulhaus Räzlirain habe als historisches Gebäude mit hohem ideellem Wert im Eigentum der Gemeinde zu bleiben. Für einen allfälligen Verkauf käme einzig das Schulhaus Bühl infrage. Jöhrs Äusserungen, von Gemeindepräsidentin Marianne Meister als «trefflich» tituliert, wurden von niemand infrage gestellt.

Kein Marktwert

Blieb also noch die Frage nach dem Kaufangebot für das Schulhaus Bühl. Hier zog es der Gemeinderat vor, den Ball vorerst dem Schulverband zurückzuspielen. So wurde einstimmig beschlossen, der Schulverband habe vorerst einmal festzulegen, wie der Preis der Schulhäuser zu bewerten sei. Eine Sache, die nicht ganz einfach sein werde, erklärte Jöhr, verfügten doch Schulbauten, die zu weiterhin zu Schulzwecken genutzt werden sollen, über keinen Marktwert.

Der Rat hat im Weiteren einem Upgrade der Gemeinde-Webseite zugestimmt und Stefan Wanner als neues Mitglied der Umweltkommission gewählt.