Das LED-Licht (Leuchtdiode, englisch light-emitting diode) holt im Schweizer Strassenbild rasant auf. Landesweit wechseln immer mehr Gemeinden zum Einsatz intelligenter Leuchten. Seit April 2015 ist der Vertrieb von Quecksilberdampflampen gesetzlich verboten.

In Lostorf sind noch einige solcher Leuchtmittel im Einsatz. Die Aare Energie AG (a.en) hat nun vorgeschlagen, in einem ersten Schritt die Pilzleuchten durch Leuchten mit LED-Technik ersetzen. Diese befinden sich unter anderem an der Eien-, Räckholdern-, Rebenfeld-, Säli-, Sonnhalden-, Schul- oder Stöcklisrainstrasse. Dafür müssen die Kandelaber erhöht werden, um die benötigte Lichtpunkthöhe zu erreichen.

Die modernen, hellen LED-Leuchten brauchen nur noch 30 Watt, während es bei den alten Quecksilberdampflampen 80 Watt waren. Auf dem gesamten Gemeindegebiet befinden sich noch etwa 40 Pilzleuchten aus den Jahren 1975 bis 1984. Durch die Neuinstallation der 40 LED-Leuchten mit autonomer Nachtabsenkung von 23 Uhr bis 5 Uhr auf 60 Prozent des Lichtstroms reduziert sich der Energieverbrauch um etwa 2490 Watt. Zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen, die restlichen Natrium-Dampfleuchten zu ersetzen. Der Gemeinderat genehmigte die jährlich wiederkehrenden Kosten von 2546.10 Franken einstimmig.

Der Stromversorger a.en hat 2012 anlässlich des Ersatzes der Wasserleitung an der Josef-Reinhart-Strasse die dortige Lichtsituation überprüft und Mängel festgestellt. Bereits damals wurden dafür Leerrohre eingelegt und zum Teil Kandelaberfundamente erstellt. Mit der Erneuerung der Hauptstrasse und dem Ersatz der Strassenbeleuchtung in diesem Bereich fällt nun weniger Licht in die Josef-Reinhart-Strasse.

Die a.en schlägt vor, die vorbereitete Neugestaltung der öffentlichen Beleuchtung an der Josef-Reinhart-Strasse jetzt auszuführen. Voraussichtlich müssen deswegen keine Strassenaufbrüche erstellt werden. Die Lichtverteilung wird so ausgestaltet, wie sie bereits in der Garten- und Hofmattstrasse ausgeführt wurde. Trotz Erweiterung der Strassenbeleuchtung reduziert sich der Energieverbrauch wegen der Umstellung auf LED um etwa 20 Watt. Der Rat hat der Erneuerung und Erweiterung der Strassenbeleuchtung an der Josef-Reinhart-Strasse mit jährlichen Mehrkosten von 1627 Franken zugestimmt.

Jahresbericht der Musikschule

Unter den vielen Aktivitäten im Musikschuljahr 2015/2016 hebt der Jahresbericht besonders die Durchführung des Musik-Bandfestivals mit acht Bands der Kreisgemeinden im Sommer 2016 hervor, was sogar beim Kanton auf Echo gestossen war. Die Musikschüler traten am Sonntagnachmittag auf der Bühne des Beizlifestes auf. Ebenfalls hat sich die Musikschule an zwei Anlässen im Dorfmuseum beteiligt.

Mit dem neuen Musikschulreglement ab Januar 2015 hat sich im Musikschulangebot einiges geändert. Die Elternbeiträge wurden erhöht, dafür wurde der Familienrabatt ausgebaut; Familien mit zwei angemeldeten Kindern blieben von der Erhöhung weitgehend verschont. Im Gegenzug wurde das Musikschulangebot ausgebaut. Nach einer Eignungsabklärung können nun alle Instrumente bereits ab der 2. Klasse belegt werden. Ausserdem gibt es für den Chor neu zwei Altersgruppen. Durch die Preisanpassung konnte nun der kantonal empfohlene Kostenverteiler von je einem Drittel zwischen Kanton, Gemeinde und Eltern erreicht werden.

Für das Schuljahr 2015/2016 gab es mit 338 Fachbelegungen etwas mehr Anmeldungen als im Schuljahr zuvor, was vor allem auf einen Anstieg im Musikgrundkurs und im Chor zurückzuführen ist. Ein Rückgang ist beim Instrumentalunterricht zu verzeichnen. Zusammen mit den Kreisgemeinden Obergösgen, Winznau und Stüsslingen-Rohr wurde unter Leitung von Andreas Burzik bereits die dritte gemeinsame Weiterbildung durchgeführt. 25 Lehrpersonen setzten sich aktiv mit dem Thema «Lampenfieber» auseinander.

Der Gemeinderat genehmigte den Jahresbericht unter bester Verdankung an den Musikschulleiter Cyrill Wangart.