Eine Siebenjährige schrieb dem Chef von Google: «Lieber Google-Boss, ich möchte bei Ihnen arbeiten ...» Und der Boss antwortete: «Freue mich ..., wenn du die Schule beendet hast.»

Die Kleine ist stolz auf die Antwort; ihr Vater, der beim Brief geholfen hat, fühlt sich erst recht geschmeichelt – und im Netz herrscht wieder mal Krieg. Da kann ja passieren, was will: Auf jede vorüberhuschende Maus springt aus dem Netz gleich eine Meute von Schakalen und Hyänen, heult, beisst und schnappt, bald gegen ihresgleichen, weil die Maus rasch zerfleischt oder auch nur wieder flugs entflohen ist.

Der Wutwirbel der Meute hier drehte sich nicht um die Kleine. Sie bekam ihr Fett auch weg, aber gebissen und gekeilt wurde gegen den Boss. Google habe das PR-Potenzial beim Jöö-Brief sofort erkannt, die Wirkung kalkuliert und deshalb den Chef antworten lassen. Was wieder mal zeigt: Die Leute haben null Vertrauen mehr in die Elite. Kann passieren, was will: Überall wittern sie nicht Herz, sondern PR. Ist so viel Skepsis gegenüber einem Kind nicht pervers? Ja, natürlich ist heute ... alles PR.